Am 07.07.2026 fand eine groß angelegte Einsatzübung unter Beteiligung der Bundeswehr, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie weiterer Organisationen statt. Ziel der Übung war es, die Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (MANV) realitätsnah zu trainieren. Selbstverständlich beteiligte sich auch das Krankenhaus Wittmund an dieser Übung.
Um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen, wurde die Übung im Vorfeld nicht angekündigt. Die beteiligten Mitarbeitenden gingen daher zunächst von einem tatsächlichen Einsatz aus und aktivierten die vorgesehenen Alarm- und Einsatzabläufe.
Unser Krankenhaus versorgte im Rahmen der Übung insgesamt sechs Patientinnen und Patienten: einen rot kategorisierten, zwei gelb kategorisierte sowie drei grün kategorisierte Verletzte. Die Versorgung erfolgte parallel zum regulären Krankenhausbetrieb und stellte damit eine realitätsnahe Herausforderung für alle Beteiligten dar.
Regelmäßige Übungen dieser Art sind ein wichtiger Bestandteil der Notfallvorsorge. Sie dienen dazu, den Krankenhausalarm- und Einsatzplan unter realistischen Bedingungen zu überprüfen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, bestehende Abläufe zu optimieren und die Versorgung im Ernstfall weiter zu verbessern.
Im Nachgang der Übung wird eine interne Nachbesprechung mit allen beteiligten Mitarbeitenden unseres Hauses stattfinden. Dabei werden sowohl positive Abläufe als auch mögliche Optimierungspotenziale analysiert, um entsprechende Verbesserungen für die Zukunft umzusetzen. Darüber hinaus ist eine gemeinsame Auswertung aller an der Großübung beteiligten Organisationen vorgesehen. Unser Krankenhaus wird dort durch unseren ärztlichen Direktor, Herrn Dr. med. Hagen Behnke, stellvertretend repräsentiert und seine Erfahrungen in die gemeinsame Nachbereitung einbringen.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit und die sorgfältige Planung dieser realitätsnahen Übung.
Solche gemeinsamen Übungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte und zur bestmöglichen Vorbereitung auf außergewöhnliche Einsatzlagen.
Was bedeutet MANV?
MANV steht für Massenanfall von Verletzten. Ein MANV liegt vor, wenn bei einem Schadensereignis so viele Menschen verletzt oder erkrankt sind, dass die verfügbaren Rettungskräfte die Situation nicht mehr mit den üblichen Mitteln bewältigen können. In diesem Fall werden zusätzliche Einsatzkräfte und spezielle Führungsstrukturen alarmiert.
Ziel ist es, alle Betroffenen schnell zu sichten, medizinisch zu versorgen und geordnet in geeignete Krankenhäuser zu transportieren.