„Herumstehen ist nicht so gern gesehen“

herumstehen ist nicht so gern gesehen
Das Foto zeigt die angehenden FSJ-ler mit ihren Betreuern Tobias Freese (6.v.l.) und Alina Kosihajda (5.v.l.), die den Infotag erstmals organisiert hatten.

Junge Leute bekommen einen guten Einblick in den Betrieb des Krankenhauses.

„Hier ist an jedem Tag deine Eigeninitiative gefragt“, erklärt Tobias Freese und blickt wissend in die Runde – Hände in den Hosentaschen und Herumstehen seien nicht so gern gesehen. Gemeinsam mit Alina Kosihajda berichtet Freese, der nach dem Abitur studieren und Arzt werden will, von den Erfahrungen in der ablaufenden Zeit des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Wittmunder Krankenhaus. Zusammen mit sechs weiteren jungen Leuten haben die beiden vor einem guten Jahr angefangen und jetzt erstmals einen Infotag für angehende FSJ-ler organisiert.

Bei dem Termin war auch Eckhard Meier, stellvertretender Leiter des Pflegedienstes. Er erläutert auf Nachfrage im Detail die Dienstzeitmodelle, die auf die FSJ-ler zukommen: Früh-, Spät- oder Zwischendienste, die neuen FSJ-ler werden ab dem ersten Tag voll in das bestehende System integriert. Aber auch Wünsche, wo man eingesetzt werden möchte, werden im Vorfeld abgefragt. „Der Umgangston hier bei uns ist eher kollegial und spaßig“, so charakterisiert Tobias Freese die gute Stimmung im Hause. Er habe es nicht bereut, sagt er, im Gegenteil, er habe viele wertvolle Einblicke in einen Krankenhausbetrieb bekommen. Das Wittmunder Krankenhaus ist bei seinen Patienten sehr beliebt. Bis zu acht junge Leute, junge Männer und Frauen, nehmen in jedem Jahr die Chance wahr, ihr FSJ im Krankenhaus in Wittmund zu machen. Sie können im Transportdienst, auf der Intensivstation, der zentralen Notaufnahme oder auf einer der normalen Pflegestationen arbeiten. Oder sie können auch mal bei den Operationen oder Untersuchungen zusehen – Eigeninitiative sei gefragt. Los geht es Anfang August.

Dass die Umstellung von der Schule zum FSJ nicht leicht ist, das wissen Freese und Kosihajda – und daher wollen sie ihren Nachfolgern den Start mit diesem Infotag erleichtern und die Hemmungen nehmen.

Nach einer Gesprächsrunde bei selbst gebackenem Kuchen startet die erste Führung durchs Haus, natürlich werden dabei weitere Fragen beantwortet. Und am Schluss gibt es sogar eine selbst erstellte Informationsbroschüre – derart vorbereitet sollen die neuen FSJ-ler einen guten Start im Krankenhaus Wittmund haben.

 

 Quelle: „ Anzeiger für Harlingerland – Ostfriesisches Tageblatt“