abgeschlossene Ausbildung

Spondylodese

Bei einigen Erkrankungen kann, wenn die Stabilität der Wirbelsäule nicht mehr gegeben ist, eine Versteifungsoperation der Wirbelgelenke notwendig werden. Zu diesen Erkrankungen zählen z.B. verschleißbedingte Bandscheibenerkrankungen wie Osteochondrose, Wirbelbogenschlussstörung (Spondylolyse), Bandscheiben- und Wirbelkörperinfektionen (Spondylodiszitis), Wirbelkörperbrüche oder auch Tumoren an den Wirbelkörpern. Bei solchen fortgeschrittenen krankhaften Veränderungen ist die Versteifung trotz bestimmter Nachteile (Bewegungseinschränkung, Mehrbelastung benachbarter Wirbelsäulenabschnitte) erforderlich.

Diskographie

Dieses minimal invasive Verfahren dient ebenfalls der Entfernung eines Bandscheibenvorfalles. Nach örtlicher Betäubung wird eine dünne Sonde unter Röntgenkontrolle in den betroffenen Bandscheibenraum eingeführt. Es gibt zwei Möglichkeiten das ausgetretene Bandscheibengewebe zu entfernen:

  1. Die hervorgetretene Bandscheibe wird über eine Öffnung an der Sondenspitze angesaugt und dann mit einem Messerchen abgetrennt. Danach wird das entfernte Material abgesaugt, um die Nervenwurzel zu entlasten.
  2. Die Sonde bringt Spezialinstrumente mit hochpräzisen Endoskopen und Kameras bis zum Bandscheibenraum. Mit feinen Spezialzangen wird das ausgetretene Bandscheibengewebe unter Sicht entfernt.

Bandscheibenoperation

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man den Austritt von Gewebe des gallertartigen Bandscheibenkerns in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) oder nach seitlich auf die Nervenwurzel. Durch den Druck kann es zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen bis zu Lähmungserscheinungen kommen. Bei einer Bandscheibenoperation wird das vorgefallene Bandscheibengewebe soweit entfernt, dass die Nervenwurzel wieder frei liegt und entlastet wird.