abgeschlossene Ausbildung

Sportmedizin

Die Sportmedizin ist ein weiteres besonderes Angebot des Krankenhauses Wittmund. Der Sport erreicht gesellschaftlich einen immer höheren Stellenwert: Die Anzahl derer, die - auch im höheren Alter - Leistungs- oder sogar Risikosport betreibt, wird immer größer. Entsprechend gewinnt auch die Sportmedizin an Bedeutung.

Die Sportmedizin umfasst verschiedene Bereiche: Zum einen erforscht sie den Zusammenhang zwischen sportlicher Leistung und den Funktionen des menschlichen Körpers. Dazu gehören auch Gesundheitschecks, die Prüfung der Sporttauglichkeit, die evt. Begelitung von Fitnessprogrammen oder auch die Verhütung von Sportverletzungen.

Zum anderen - und das ist der Schwerpunkt im Krankenhaus Wittmund - geht es um die spezielle Diagnostik und die Therapie von Sportschäden und -verletzungen aller Art. Egal, um welche Sportverletzung es sich handelt: Sie muss zügig erkannt und kompetent therapiert werden.

Sportverletzungen am Knie

Am Knie kommen besonders häufig Meniskus- und Bänderverletzungen vor. Gerade hier geht es bei der Behandlung darum Instabilitäten, Blockaden und frühzeitigen Gelenkverschleiß als Spätfolge eines Sportunfalls zu verhindern.

Der Erfolg einer Knieoperation hängt mit an der Nachbehandlung des Physiotherapeuten und des Krankengymnasten: Muskulatur und Bänder müssen gestärkt werden.

Bei einer Meniskusläsion bzw. einem Meniskusriss sind die beiden halbmondförmigen Knorpelscheiben (Innen- und Außenmeniskus), die im Kniegelenk eigentlich als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkelknochen dienen sollen, beeinträchtigt. Ein Meniskusriss äußert sich meist durch Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Gelenks. Verstärkt wird der Schmerz durch Drehbewegungen des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel oder auch durch Belastung bei längerem Laufen und Treppensteigen. Typisch ist auch die so genannte „Blockierung".

Da der Meniskus wichtige Funktionen im Knie erfüllt, wird bei jeder Therapie versucht, so viel Meniskusgewebe wie möglich zu erhalten. Der gerissene Meniskus wird nach Möglichkeit genäht. Meist muss jedoch der abgerissene Anteil des Meniskus entfernt werden - meist im Rahmen eines arthroskopischen Eingriffs.
Die Therapie dieser Meniskusschäden muss frühzeitig erfolgen. Bleibt ein geschädigter Meniskus unbehandelt, kann sich eine Arthrose entwickeln.

Auch die beiden Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) sind beim Sport besonderen Gefahren ausgesetzt. Ihre Aufgabe in gesundem Zustand ist die Stabilisierung des Kniegelenks.

Der Kreuzbandriss ist eine der häufigsten Bandverletzungen am Kniegelenk, wobei das vordere Kreuzband häufiger betroffen ist als das hintere Kreuzband. Der unbehandelte Riss insbesondere des vorderen Kreuzbands führt wegen der Instabilität des Gelenks zum vorzeitigen Gelenkverschleiß.
Der "Sicherheitsgurt" im Kniegelenk muss also wieder hergestellt werden. Dafür greift man in der Regel auf zwei Ersatzmaterialien zurück. Mit Teilen der Patellarsehne (mittleres Drittel der Kniescheibensehne) oder mit der Semitendinosus-Sehne (Sehne aus der Innenseite des Oberschenkels) kann der Operateur einen Kreuzbandersatz und damit die Stabilität im Gelenk wieder herstellen. Welche Technik zum Einsatz kommt, hängt von Faktoren wie z.B. Alter, Geschlecht, Sporttätigkeit, Größe, Gewicht und Gewebestruktur ab.

Sportverletzungen am Sprunggelenk

Das obere Sprunggelenk (OSG) wird häufig bei sportlichen Aktivitäten in Mitleidenschaft gezogen. In den meisten Fällen sind es keine Verletzungen mit dauerhaften Folgen, sondern Bänderdehnungen oder Knöchelstauchungen. Wenn allerdings ein Bänderriss oder Bänderanriss am Außenknöchel vorliegt, schwillt das Gelenk an und wird von Schmerzen und Blutergussbildung begleitet. Das Gelenk wird zumeist für einige Wochen ruhig gestellt bzw. operativ durch eine Bandnaht bzw. durch Fixierung ausgerissener Knochenstücke wiederhergestellt.

Sportverletzungen an der Schulter

Die sogenannte

Ein Riss der Rotatorenmanschette kann durch eine plötzliche Krafteinwirkung von außen entstehen.
Kleinere Defekte können unter Umständen sogar unbemerkt bleiben, führen jedoch zu einem Missverhältnis im Gelenk. Ein größerer Riss verursacht Bewegungsschmerzen und häufig auch ein Gefühl der Kraftlosigkeit.

Wenn der Defekt mit Krankengymnastik nicht gelindert werden kann, muss unter Umständen operiert werden. Über einen kleinen Schnitt wird die Rotatorenmanschette genäht. Ist der Riss zu groß, um durch eine Naht geschlossen zu werden, muss der Operateur auf körpereigenes Gewebe zurück greifen, um den Riss zu schließen.

Gelenkerhaltende Fußchirurgie

Die Fußchirurgie hat sich in den vergangenen Jahren beträchtlich fortentwickelt. Moderne Operationstechniken sind heute allesamt gelenkerhaltend. Je nach Krankheitsbild gibt es ein großes Spektrum an unterschiedlichen Operationstechniken. In Wittmund kommt eine Vielzahl dieser individuellen Operationstechniken zur Anwendung.

Viele Vorfußbeschwerden sind selbst gemachte Probleme: Obwohl sie uns das ganze Leben lang tragen, vernachlässigen wir unsere Füße und pressen sie in Schuhwerk, das uns nicht die Anatomie sondern die Mode vorgibt. Fußerkrankungen, vor allem Fehlstellungen können die Folge sein.

Darüber hinaus können angeborene Abweichungen wie Achsfehlstellungen, aber auch andere Belastungen wie Übergewicht Ursachen für solche Beschwerden sein.

Gerade falsches Schuhwerk kann dazu führen, dass Sehnen, Bänder und Bindegewebe ihre Elastizität verlieren. Fehlstellungen sind die Folge.

Hallux valgus (Großzehenballen)

Eine der häufigsten Fehlstellungen des Vorfußes ist der so genannte „Hallux valgus" (lat.: „nach außen gerichtete große Zehe"). Über dem Großzehengrundgelenk kommt es zu einer Knochenanlagerung und Schleimbeutelbildung. Dadurch entstehen schmerzhafte und entzündliche Druckstellen. Enge Schuhe begünstigen die Fehlstellung und verschlimmern die Beschwerden.

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Eine Vererbbarkeit scheint vorzuliegen, allerdings sind die genauen Mechanismen dieser Vererbung unbekannt.

Das Ziel der Operation ist es, die normale Anatomie und die Funktion des Fußes wiederherzustellen und damit die Schmerzen zu beseitigen. Die Fehlstellung und die Beschwerden sind bei jedem Patienten anders. Nach einer individuellen Diagnose wird daher die für den Patienten richtige Operationsmethode ausgewählt, um die normale Fußform und -funktion wieder herzustellen. Für die individuelle Korrektur des Fußes werden kleine Schrauben, Klammern und Platten verwendet, die in den meisten Fällen problemlos im Fuß belassen werden können. Bei weitgehender Zerstörung des Großzehengrundgelenkes muss ein Teil der Gelenkfläche entfernt oder das Gelenk versteift werden.

Hallux varus

Der Hallux varus ist das Gegenteil des Hallux valgus: Der große Zeh weicht nach innen ab. Als Ursache kommt meist eine Voroperation eines Hallux valgus oder eine Fehlstatik des Fußes in Frage.

Probleme treten beim Schuhe tragen auf. Darüber hinaus kann sich frühzeitig eine Arthrose im Großzehengrundgelenk bilden.

Mit Bandagen und Physiotherapie kann der Hallux varus konservativ behandelt werden. Darüber hinaus kann der Mittelfuß operativ umgestellt, die Gelenkkapsel modifiziert oder eine Verpflanzung der Strecksehne vorgenommen werden.

Hammer- und Krallenzeh

Hammerzehen oder Krallenzehen sind im Mittel- oder Endgelenk stark gebeugte Zehen, die häufig mit einer dicken Hornhautschwiele einhergehen. Gleichzeitig entsteht im Zehengrundgelenk eine Überstreckung. Die Hornhautschwiele hat Hautreizungen und Entzündungen zur Folge.

Die Beschwerden reichen von rein kosmetischen Störungen bis hin zu Schmerzen, die den Alltag stark einschränken können. Insgesamt nimmt die Zehendeformität im Verlauf langsam aber stetig zu.

Zu den Ursachen zählt auch hier das Tragen von zu hohen und zu spitzen Schuhen: Die Zehen haben keinen Platz, stoßen vorne an und verkrümmen sich. Aber auch neurologische Störungen, vor allem beim Hohlfuß und bei spastischen Lähmungen, Muskel- und Nervenverletzungen des Unterschenkels und des Fußes, entzündliche Erkrankungen, Gewebeveränderungen nach einem Unfall oder angeborene Erkrankungen können Ursache für die Bildung von Hammer- und Krallenzehen sein.

Wenn konservative Maßnahmen wie Spreizfußeinlagen, Nachtschienen, Zügelverbände, Zehengymnastik, Entlastungsmaßnahmen der Druckstellen und Pediküre ausgeschöpft sind, ist die operative Therapie angezeigt. Das Ziel der Operation besteht in der Korrektur der Fehlstellung und der Entspannung der Sehnen, in dem die Knochenstrecke verkürzt wird. Dies wird durch Entfernung eines Teils des Zehknochens erreicht.

Orthopädische Chirurgie

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Handchirurgie

Die Handchirurgie ist eines der besonderen Angebote im Spektrum des Krankenhauses Wittmund.

Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie sowie Sportmedizin des Krankenhauses Wittmund hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr auf die Versorgung von Handverletzungen aller Art spezialisiert. Dazu zählen z. B. Hautverletzungen an der Hand, Weichteilverletzungen an den Bändern und an den Beuge- und Strecksehnen, Nerven- und Gefäßverletzungen sowie die Versorgung von Handknochenbrüchen.

Darüber hinaus nimmt die Therapie von Verschleißerkrankungen, von Erkrankungen des rheumatischen Krankheitsspektrums sowie von Infektionen an der Hand einen breiten Raum ein.

Neben den genannten Krankheitsbildern werden auch die folgenden operativen Eingriffe von den Handspezialisten in Wittmund angeboten:

Dupuytren'sche Erkrankung:

Die Ursachen der Dupuytren'schen Kontraktur sind nicht bekannt. Die Erkrankung ist in der Regel schmerzlos und nicht bösartig. Sie tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf und beginnt vorwiegend ab dem 40. Lebensjahr. Oft sind mehrere Familienmitglieder oder Verwandte betroffen. Die Dupuytren'sche Kontraktur entsteht nicht durch Verletzungen oder deren Narben.

Symptome: Die Haut der Handinnenfläche wird stark belastet. Damit diese dadurch nicht verrutscht, sind Bidnegewebsstränge in das Fettgewebe eingelassen, die zusammen eine dünne Platte bilden. Hier können Wucherungen (Vernarbungen) entstehen, die verhärten und schrumpfen können. Die Erkrankung beginnt langsam mit einer Verhärtung in der Hohlhand. Normalerweise treten diese Veränderungen in der Handinnenfläche und am Ring- und Kleinfinger auf. Langsam (über Monate und sogar Jahre) entwickeln sich Knoten oder Grübchen in der Haut und es entsteht ein tastbarer harter Strang zwischen der Hohlhand undd en betroffenen Fingern. Das schrumpfende Gewebe (Narbenstrang und keine Sehne) zieht die Finger weiter in die Handinnenfläche.

Wenn die Haut mitbetroffen ist, bilden sich tiefe Furchen und Gruben mit Hornhautbildung. Die Erkrankung wird meist erst dann richtig wahrgenommen, wenn es nicht mehr gelingt, die Hand flach auf eine Tischplatte aufzusetzen. In schweren Fällen werden die Finger durch den Strang in die Handinnenfläche gezogen, so dass die Funktion der Hand erheblich beeinträchtigt ist.

Das Händewaschen, das Tragen von Handschuhen oder das „Hände-in-die-Tasche-stecken" wird fast unmöglich.

Die Sehnen sind nicht betroffen!

Der Befall beider Hände sowie schwere Verlaufsformen sind möglich. Die Erkrankung kann auch andere Körperstellen (z.B. die Fußsohlen) betreffen.

Behandlung: Es gibt keine medikamentöse Behandlung, nur die Operation kann helfen. Die handchirurgische Therapie kann die erzwungene Beugung der Finger in die Hohlhand verringern oder vollständig aufheben. Das Ziel der Behandlung ist es, die Funktion der Hand zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu unterbrechen.

Das gesamte erkrankte Gewebe muss sorgfältig (oft mikroskopisch genau) von der Haut, den Gefäßen und den Nerven getrennt werden.

Nicht immer kann die chirurgische Behandlung, die schon seit längerer Zeit bestehenden Bewegungseinschränkungen der Fingergelenke vollständig beseitigen. Es kann zu einem Funktionsverlust der Hand kommen.

Auch bei sorgfältigster Operation kann die Erkrankung erneut auftreten (Rezidivquote beträgt ca. 30%).

Während der Wundheilungsphase sollte nicht geraucht werden, da sich sonst die Durchblutung der Haut verschlechtert und damit das Operationsergebnis negativ beeinflusst werden kann.

Faustschluss und Fingerstreckung sind sofort nach der Operation zu üben, um die neu erreichte Beweglichkeit der Finger zu erhalten. Eine kurzfristige Gipsbehandlung ist nötig. Die Fäden werden nach 12 Tagen entfernt.

Die Behandlung kann bis zu acht Wochen dauern.

Überbeinoperationen:

Ein Überbein (auch Ganglion genannt) ist eine Zyste, die meist an einem Gelenk oder an einer Sehnenscheide entsteht. Die Zyste funktioniert wie eine Blase, die sich mit Synovialflüssigkeit („Gelenkschmiere" füllt und sich deshalb immer mehr ausdehnt.

Wenn sich das Überbein nicht von selbst zurück bildet, wenn es sehr groß und störend ist und evt. sogar auf Nervenbahnen drückt, empfiehlt sich eine operative Entfernung. Je nach Ausprägung kann der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen.

Ringbandspaltung („schnellender Finger"):

An den Fingern und am Daumen verlaufen kleine tunnelartige Ringe durch die Beugesehnen, die so genannten „Ringbänder". Eine krankhafte Verengung oder Knotenbildung der Ringbänder kann dazu führen, dass die Beugesehnen nicht mehr ungehindert gleiten können. Es kommt zu Blockierungen, die sich durch Kraftanstrengung ruckartig lösen. Der Finger schnellt regelrecht nach oben, beim Versuch ihn zu strecken.

Bei dem operativen Eingriff wird das Ringband gespalten. Der knotenartig verdickte Sehnenteil kann dann nach der Operation wieder normal gleiten. In fortgeschrittenen Fällen ist ggf. die Entfernung des Sehnengleitgewebes und die Lösung von Sehnenverwachsungen nötig.

Nerveneinengungen am Ellenbogen (Kubitaltunnelsyndrom) und am Handgelenk (Karpaltunnelsyndrom):

Das Kubitaltunnel-Syndrom und das Karpatunnel-Syndrom sind Engpass-Syndrome, bei denen es zur Nerveneinklemmung im Bereich des Ellenbogens bzw. der Hand kommt.

Karpaltunnelsyndrom

Der Mittelnerv (N.medianus) ist für das Gefühl im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger verantwortlich. Er verläuft in einem Tunnel am Handgelenk. Das Dach des Tunnels wird durch ein Band zwischen dem Daumen- und dem Kleinfingerballen gebildet. Ist der Kanal zu eng, wird der Nerv eingeklemmt.

Die Ursachen für diese Einengung können verdickte Sehnenscheiden, Schwellungen des Fettgewebes, rheumatische Erkrankungen, Verletzungen, Geschwülste oder verminderte Dehnfähigkeit des Bandes sein. Meist lässt sich die ursache der Erkrankung nicht feststellen.

Symptome: Typischerweise schmerzt der eingeklemmte Nerv nachts sehr stark. Es kann zu einem Kribbeln in den ersten drei Fingern der Hand sowie zu einem Taubheitsgefühl und zur Kraftlosigkeit in der and kommen. Besteht die Erkrankung über Jahre, kommt es zum Schwund der Daumenballenmuskeln und die Funktion der Hand wird beeinträchtigt, wie z.B. das Schließen der Hemdknöpfe.

Behandlung: Im Frühstadium muss nicht operiert werden. Manchmal genügen Medikamente und eine speziell angepasste nächtliche Schiene. Kommt es zu keiner Besserung, sollte die Operation erwogen werden, um einen nicht mehr gutzumachenden Schaden am Nerv vorzubeugen. Hierbei wird das Handgelenksdach gespalten und der Nervenkanal erweitert. Dadurch kommt es zur Druckentlastung des Nervs, der sich wieder erholen kann.

Zwei Operationsverfahren sind möglich. Bei der endoskopischen Spaltung erfolgt ein Schnitt quer am Handgelenk. Ein Endoskop, ein kleines Instrument mit Videokamera wird eingeführt. Das Ende des Tunnels wird so sichtbar gemacht, unter Kamerasicht erfolgt die Durchtrennung des Bandes mit einem kleinen Hakenmesser. Bei der offenen, minimal invasiven Spaltung erfolgt ein Hautschnitt von ca. 2-3cm in der Hohlhand bis zur Handgelenksbeugefalte. Im Anschluss wird das Karpaldach durchtrennt und der Mittelnerv befreit.

Nachbehandlung: In den meisten Fällen bessern sich die Symptome der Erkrankung erheblich. Dies gilt ganz besonders für den quälenden Nachtschmerz. War der Nerv lange Zeit der Einengung ausgesetzt, kann es mehr als ein halbes Jahr dauern bis sich das Gefühl wieder völlig erholt. Manchmal bleibt auch ein vermindertes Hautgefühl bestehen.

Faustschluss und Fingerstreckung sind sofort nach der Operation zu üben, um die Beweglichkeit der Finger zu erhalten. Die Hand sollte jedoch in den ersten vier Wochen nicht wie sonst üblich belastet werden. Eine kurzfristige Gipsbehandlung von 5-7 Tagen ist notwendig, die Fäden werden nach 7-10 Tagen gezogen.

Die Narben an der Hand sind oft länger empfindlich als an anderen Stellen des Körpers. Es ist durchaus normal, wenn Sie nach 6-8 Wochen die Narbe beim täglichen Einsatz der Hand noch unangenehm spüren. Auch ist zu diesem Zeitpunkt die Narbe immer etwas gerötet und dicker. Es können ca. 6 Monate bis zum Abklingen vergehen.

Unfallchirurgie

Stabilisierung von Knochenbrüchen an Armen, Beinen, Händen und Füßen, Becken und Wirbelsäule

Ein Knochen bricht, wenn er zu stark belastet wird. In jungen Jahren ist der menschliche Knochen elastisch und bricht nicht so leicht. Bei älteren Menschen hingegen nimmt die Elastizität ab, der Knochen wird spröde und es kann leichter zu Brüchen kommen. Auch krankhafte Veränderungen wie z.B. die Osteoporose (Knochenentkalkung) können Ursache für Knochenbrüche sein.

Einen Bruch stellen wir in der Regel mit einer Röntgenuntersuchung fest. Oft muss gar nicht operiert werden: Unverschobene Brüche oder solche, die nach dem so genannten „Einrichten" stabil sind, werden einfach mit einem Gips- oder Kunststoffverband ruhig gestellt. Der Knochen wächst von alleine wieder zusammen.

Wenn sich der Bruch allerdings verschieben lässt und damit das korrekte Zusammenwachsen gefährdet ist, oder wenn ein Gelenk-Bruch oder ein offener Bruch mit Hautverletzung vorliegt, dann muss operiert werden. Dafür stehen uns verschiedene Metallimplantate zur Verfügung. Mit verschiedenen Platten, Schrauben, Marknägeln und Bohrdrähten können wir die gebrochenen Knochenteile so wieder miteinander verbinden, dass sie gerade zusammenwachsen können.

Bei manchen Knochenbrüchen, z.B. bei Formen offener Unterschenkelbrüche oder bei handgelenksnahen Speichenbrüchen, kann auch ein so genannter externer Fixateur nötig sein. Ein Fixateur ist ein äußerer Spanner, der den Bruch von außen mit Stangen und Schrauben stabilisiert. Dabei kommt der Fixateur selbst nicht mit dem eigentlich Bruchgebiet in Kontakt, er „überspannt" dieses Gebiet.
Bei Wirbelbrüchen verwendet man meist einen inneren Spanner (Fixateur interne), der - unter die Haut versenkt - die Wirbelsäule in der richtigen Stellung fixiert.